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OUMAR SOUMARE. Die regionale Internationalisierung in Afrika erfolgreich verwirklichen. Der Fall malischer Agroindustrieunternehmen, die mit multifaktoriellen Hindernissen konfrontiert sind.

Einleitung

Wie kann man eine Firma in einem krisenbehafteten Umfeld international ausrichten? Wie die Hindernisse überwinden? Was sind die Erfolgsfaktoren? Auf Grundlage einer Forschungsarbeit, die in malischen Agroindustrieunternehmen durchgeführt wurde, die ihre geschäftlichen Aktivitäten in den Ländern der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEOMA) ausbauen möchten, werden erste Antworten auf diese Fragen gegeben.

Impakte der Forschungsarbeit

Mali ist seit 2012 mit einer schweren Sicherheitskrise konfrontiert, die eine politische und wirtschaftliche Unsicherheit bewirkt, die wenig vorteilhaft für die Entwicklung der Firmen auf dem lokalen Markt ist. Um sich international zu entwickeln, schlagen wir den Führungskräften folgendes vor:

  • Den Aufbau eines regionalen Logistiknetzwerks, das den Transport der Fertigprodukte auf dem Hin- und der Rohstoffe auf dem Rückweg sicherstellt (Mali hat keinen direkten Zugang zum Meer),
  • das Zurückgreifen auf lokale Rohstoffe bei der Fertigung der Produkte,
  • die Einführung eines Vertriebsnetzes, das bis in die Lager der lokalen und regionalen Märkte integriert ist,
  • die Entwicklung einer Produktpalette, die für unterschiedliche Bevölkerungssegmente zugänglich ist
  • und die Entwicklung eines Angebots, das auf öffentliche Aufträge zugeschnitten ist.

Um diese Strategie in einem versagenden öffentlichen Umfeld (Korruption, gefälschte Zertifikate, Schmuggel) zum Erfolg zu führen, empfehlen wir die Vernetzung der Führungskräfte malischer Unternehmen mit dem Ziel, bei den verschiedenen beteiligten Parteien an Einfluss zu gewinnen.

Auf theoretischer Ebene trägt unsere Forschungsarbeit dazu bei, das Uppsala-Modell auf einen Kontext der mehrdimensionalen Krise auszudehnen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Exporte von informellen Exporten stammen und dass die Internationalisierung weniger eine Wahl als das Fehlen einer wirklichen strategischen Zielsetzung ist. Diese Ergebnisse stimmen mit den Arbeiten von Bah et al. (2020) überein, die gezeigt haben, dass senegalesische Firmen oft traditionell und historisch stark im lokalen Markt verankert sind.

Forschungsgrundlagen

Wir haben das Uppsala-Modell verwendet, das den Internationalisierungsprozess von Firmen im Zusammenhang mit dem Management der Unsicherheit und der Veränderung des Geschäftsumfelds beschreibt (Vahlne und Johanson 1977). Es wurde mehrfach aktualisiert (2009, 2013, 2017, 2020). Der Grundgedanke dieses Modells ist, dass die Firmen einen prozessualen Ansatz annehmen, um ihre Aktivitäten zu internationalisieren, und dass die Methode der Vernetzung ein Mittel ist, um die Unsicherheit, die sich aus der räumlichen Distanz zwischen dem Ursprungs- und dem Empfängerland ergibt, zu meistern.

Methodologie

Wir haben eine vertiefte Fallstudie in einem Agroindustrieunternehmen vorgenommen, die auf 25 nichtdirektiven Interviews und auf einer Umfrage mit geschlossenen Fragen beruht. Wir haben dies durch die Erfassung von Sekundärdaten in drei anderen Agroindustrieunternehmen im wirtschaftlichen Umfeld Malis vervollständigt. Die Datenverarbeitung erfolgte mithilfe einer inhaltlichen Analyse auf der Plattform Sphinx.

Unsere Ergebnisse bestätigen das malische Sprichwort, das besagt: „Man lässt den Fisch nicht aus der Hand fallen, um zu versuchen, den unter seinem Fuß zu erwischen.“ Im Klartext gesagt fußt der Erfolg einer Internationalisierungsstrategie auf einer erfolgreichen lokalen Verankerung, so wie es das Uppsala-Modell angibt.

Zur Vertiefung…

CROCE, F. (2018) La recherche du management africain au XXIe siècle : sous l’effet de la globalisation, vers un management africain « métis » ? Revue Africaine de Management, Bd. 3 (1), S. 1-12

KAMDEM, E. und MUTABAZI, E (2017). Le management en Afrique : entre universalité et contingence, Paris, Verlag L’Harmattan, S. 318

MINIALAI C., MABROUKI, M-N., MONNOYER, M-C. und BOUTARY M (2019). Les institutions des pays émergents, soutien ou handicap à l’internationalisation des PME ? Une entreprise marocaine en Afrique, Revue Africaine de Management Bd. 4 (2), S. 197-210

L’avis des professeurs


Herr Professor Mourey war sehr an der großangelegten empirischen Arbeit interessiert, die die große Kontextualisierung des Forschungsansatzes unterstreicht (Prof. Mourey, Mitglied der Promotionskommission).


Frau Professor Mayrhofer betont, dass diese Doktorarbeit eine schöne Reise darstellt, die von einer reichhaltigen Zusammenarbeit des akademischen und geschäftlichen Milieus, aus dem Herr Soumare stammt, geprägt ist (Prof. Mayrhofer, Betreuerin der Doktorarbeit)

2022-01-06T15:35:42+00:000 Comments

PHILIPPE ANHORN

Einleitung

Warum und wie kann eine Pflegepartnerschaft zwischen Patienten/innen und dem Pflegepersonal in einem regionalen Gesundheitssystem eingeführt werden? Wie in einem Business Ökosystem müssen alle Akteure die gleiche Sprache sprechen, die gleichen Werte und Praktiken haben, um ihr gemeinsames Ziel erreichen zu können. Durch meine Forschungen konnte ich Empfehlungen über die Art und Weise formulieren, wie diese Partnerschaft nicht nur im Pflegebereich, sondern auch in der Organisation der Leistungen und im Management des Systems eingeführt werden können.

Impakte und Hauptergebnisse der Forschungen

Bei der Auswertung meiner Ergebnisse haben sich vier Grundgedanken herauskristallisiert. 1. Die Pflegepartnerschaft ist im Kommen. Es geht nicht darum zu wissen, ob es angemessen ist, sie in unserem Gesundheitssystem einzuführen (etwa 90% der Akteure geben an, sie zu kennen und zu verwenden), sondern darum, ihre Verbreitung auf koordinierte Art und Weise zu begleiten, damit sie eine maximale Anzahl an positiven Auswirkungen sowohl auf die Funktionsweise des Systems, als auch auf die Gesundheit der Bevölkerung hat. 2. Die Einführung der Partnerschaft erfordert einen Aktionsplan. Auch wenn mehr als 90% des Pflegepersonals angeben, sie systematisch oder gelegentlich anzuwenden, bemerken dies nur weniger als 50% der Patienten/innen. Deshalb muss eine gemeinsame Sprache und Kultur verwendet sowie die Praktiken und Ressourcen geteilt werden (die Zeit, die einige Akteure in die Partnerschaft investieren, kann später anderen Akteuren des Systems von Nutzen sein). 3. Die Auswirkungen der Partnerschaft auf die Koordination des Gesundheitssystems sind vorhanden, aber nicht ausreichend. Sie wird, während sich inter-organisationelle Praktiken entwickeln, als ein Faktor der Behandlungskontinuität verstanden, aber strukturelle Hürden behindern ihre Verbreitung: das Fehlen von elektronischen Krankenakten, extreme Fragmentierung der Organisationen und Finanzierungen, fehlende beweiskräftige (evidenzbasierte) Forschung zum Thema vor Ort. 4. Der zeitliche Kontext ist günstig. Die COVID-19-Pandemie hat das Interesse an der Partnerschaft bei nahezu 60% der befragten Akteure verstärkt. In den nationalen Regulierungsrahmen (Bundesgesetz über die Krankenversicherung) wurden endlich die Qualität und die Koordination der Gesundheitsversorgung als ernstzunehmende Mittel zur Kosteneindämmung aufgenommen. Auf kantonaler Ebene erhalten Partnerschaftsprojekte immer größere politische Unterstützung. Und außerdem ist die Testphase von mehreren Projekten demnächst zu Ende. Ich konnte die auf meinem theoretischen Rahmen basierenden Ergebnisse in allgemeine Empfehlungen und in Empfehlungen mit Auswirkung auf die Managementpraxis umsetzen, wobei die letzteren für die Organisationen, in denen ich meine Forschungen durchgeführt habe, bestimmt sind.

Theoretische Forschungsgrundlagen

Zunächst wollte ich die Einführung von Pflegepartnerschaften aus der Sicht der Theorien über die Organisation des Wandels untersuchen (Van De Ven & Poole, 1995 / Kerber & Buono, 2005). Jedoch erschienen sie mir in einem Bereich, in dem Veränderungen eher graduell als radikal erfolgen, schwer zu operationalisieren. Nach einem Umweg über die Soziologie der Übersetzung (Callon & Latour, 1986) wollte ich einen „organischen“ Ansatz beibehalten, wobei ich gleichzeitig zu einem Rahmen zurückgekehrt bin, der besser an das Management angepasst ist, und ich habe den der Business Ökosysteme gewählt (Moore 1993, 1996). Er wendet sich günstig an die Entwicklung regionaler Gesundheitssysteme an, sobald er die Idee der ständigen Anpassung der Akteure mit dem Ziel der Koordination und (was mich betrifft gesellschaftlichen) Innovation in sich trägt. Er zählt die Herausforderungen auf, mit denen das Ökosystem während seines gesamten Lebenszyklus konfrontiert ist, und dies sowohl unter dem Gesichtpunkt der Kooperation als auch dem des Wettbewerbs. Auf dieser Basis konnte ich allgemeine Empfehlungen für die Einführung einer Pflegepartnerschaft in das Gesundheitssystem formulieren.

Methodologie

Ich habe einen epistemologisch-konstruktivistisch-pragmatischen Standpunkt eingekommen und gemischte Methoden verwendet (Creswell und Plano Clark, 2018). Die Hauptausrichtung war qualitativ: eine Forschung-Intervention über die Einführung eines Projekts der vorausschauenden Behandlungsplanung in meiner Organisation (Coghlan & Brydon-Miller, 2014 / Savall & Zardet, 1987, 2015) hat es mir ermöglicht, ungefähr zehn klinische Situationen zu verfolgen und die Gespräche mit den Patienten, ihren Angehörigen, dem Pflegepersonal und den Verantwortlichen der betreffenden Einrichtungen zu organisieren. Ich konnte diese Forschungsarbeit mit Hilfe von zwei Umfragen mit Fragebögen kontextualisieren, die mit einem Jahr Abstand unter den Akteuren des Gesundheitsnetzwerks durchgeführt und von explorativen und/oder explikativen Gesprächen gekennzeichnet waren. Es wurden insgesamt 619 individuelle Beiträge von 504 Pflegekräften und 115 Patienten/innen gesammelt. Die quantitativen Daten wurden mit der Software Sphinx Déclic verwaltet und statistisch analysiert, wohingegen die qualitativen Daten (Aufzeichnungen und Transkriptionen der Interviews mit RedCap) lexikalen Analysen unterworfen wurden, indem die Verbatims entweder nach Grundgedanken oder nach Metadaten (Tags) gruppiert wurden.

Zur Vertiefung

Die Meinung der Professoren


Ich beglückwünsche Philippe Anhorn erneut für diese hervorragend ausgeführte, pädagogische und gründliche Doktorarbeit, die voller zahlreicher und hochqualitativer Ergebnisse ist. Sein Weg zeigt, dass es sogar unter schwierigen Bedingungen möglich ist, berufliche Pflichten zu erfüllen und gleichzeitig seinen DBA zu machen. (Prof. Zardet, Betreuerin der Doktorarbeit)


Die Doktorarbeit basiert auf einer wahrhaftig gründlichen wissenschaftlichen Beobachtung im Rahmen einer komplexen Problematik mit sehr vielen Variablen und fluktuierenden Daten. Aus diesem Blickwinkel heraus erlaubt der Beginn der Forschung-Intervention die Konstruktion eines stichhaltigen Wissensbestands.  (Prof. Bonnet, Berichterstatter)

2022-01-06T15:38:47+00:000 Comments

MOHAMED LAYE

Einleitung

Öffentliche Infrastrukturen sind Aktiva, die für die sozioökonomische Entwicklung von Schwellenländern wesentlich sind. Wie kann das Leistungsmanagement dieser Projekte im Rahmen einer breiteren Perspektive auf die beteiligten Partner aussehen? Hier sind einige Antworten aus einer wissenschaftlichen Arbeit über die großen Straßenbauprojekte in Senegal.

Impakt(e) der Forschungsarbeit

Der Mehrheit (60%) der großen Straßenbauprojekte, die von 2007 bis 2016 durchgeführt wurden, ist es nicht gelungen, die zu Beginn festgelegten Leistungskriterien (Zeit, Kosten) einzuhalten. Deshalb schlagen wir ein Bewertungsraster vor, das darauf abzielt: 

  • die Anzahl der am Projekt beteiligten Parteien, die häufig auf den Bauherrn und den Kapitalgeber beschränkt werden, zu erhöhen (es sollten das Ingenieurbüro, der Bauleiter, das Bauunternehmen, die Nutzer und die Anwohner hinzugefügt werden),
  • die Rollen dieser unterschiedlichen beteiligten Parteien zu identifizieren und sie mit den Etappen des Straßenbauprojekts (Identifizierung, Vorbereitung, Ausführung und Bewertung) zu verknüpfen,
  • die Rollen mit den unterschiedlichen Leistungskriterien (Zeit, Kosten, Qualität, Nutzer- und Anwohnerzufriedenheit sowie Umweltschutz) zu koppeln, die im Hinblick auf die Effektivität, Effizienz und Relevanz ausgeleuchtet werden. 

Das Leistungsmanagement von Infrastrukturprojekten macht es erforderlich, eine umfassende Sicht auf die beteiligten Parteien zu haben, um zu verstehen, wie und zu welchem Zeitpunkt sie in den Projektverlauf eingreifen. Wir schlagen unter anderem vor, über die Leistungsmessung des „goldenen Dreiecks“ (Qualität, Zeit, Kosten) hinauszugehen, um die Kriterien, die sich auf die Nutzer, die Anwohner und die nachhaltige Entwicklung beziehen, zu integrieren. 

Forschungsgrundlagen

Diese Doktorarbeit basiert auf der Literatur über das Projektmanagement und über die Leistungskriterien. Sie führt die Überlegungen des Forschers Roger Atkinson weiter, der seit 1999 die Notwendigkeit unterstreicht, über das klassische Verständnis der Leistung von Projekten hinauszugehen und vielfältigere Kriterien zu integrieren. 

Methodologie 

Die Methodologie der Forschungsarbeiten basiert auf den folgenden zwei Etappen: (i) einer quantitative Analyse der Ergebnisse (Zeit, Kosten, Qualität) von 41 großen Straßenbauprojekten, die von der Agentur für Straßenbau und verwaltung (Ageroute) von 2007 bis 2016 verwirklicht wurden; und (ii) einem qualitativen Ansatz auf der Grundlage von 34 Leitfadeninterviews mit Vertretern der an den Straßenbauprojekten beteiligten Parteien. Diese Daten wurden mit Hilfe von Textanalysetechniken (ADT) mit dem Programm Sphinx verarbeitet und mit der Software DataViv grafisch dargestellt. 

Zur Vertiefung…

  • Atkinson, R. (1999). Project management: cost, time and quality, two best guesses and a phenomenon, it’s time to accept other success criteria. International Journal of Project Management, 17(6), 337-342.
  • Barney, J. (1991). Firm resources and sustained competitive advantage. Journal of Management, 17(1), 99-120.
  • Freeman, R. E. (2010). Strategic management: A stakeholder approach. Cambridge University Press.
  • Miller, R., Castonguay, J. & Chebil, F. (2006). La gouvernance des grands projets d’infrastructure publique – Le processus de révision de la qualité (No. 2006rp-23). CIRANO. 29p.
  • Perret, F. L., & Louafa, T. (2008). Créativité et innovation : l’intelligence collective au service du management de projet. Presses Polytechniques et Universitaires Romandes, Lausanne, 351 p.

Die Meinung der Professoren


Herr Mohamed Laye hat eine sehr engagierte und professionelle Herangehensweise an sein Thema, das ihm sehr am Herzen liegt. Dies zeigt er im ersten Teil des Dokuments, in dem er die Fragestellung seiner Forschungsarbeit in all ihrer Komplexität dadurch einleitet, dass er sie auf intelligente Weise von der Literatur her beleuchtet, auf die er sich bezieht (Prof. Moscarola, Mitglied der Promotionskommission).


Herr Prof. Mourey ist der Meinung, dass dies eine qualitativ wertvolle Doktorarbeit ist und bestätigt, dass sich der Kandidat eine wissenschaftliche Arbeitsweise angeeignet hat. Er war sehr an der weitreichenden, in der Firma AGEROUTE verwirklichten, empirischen Arbeit interessiert und unterstreicht die große Kontextbezogenheit des Forschungsansatzes.

2022-01-06T15:57:56+00:000 Comments

DAVID LARIVIÈRE

Zur Krisenvermeidung das Beste seiner Teams mobilisieren:

die vorbeugende individuelle Resilienz

Einleitung

Durch welchen Managementmechanismus kann man von einer individuellen (Reaktion auf eine Krise) zur kollektiven Resilienz (Vorwegnahme der Krise) wechseln? Was ist das fehlende Kettenglied zwischen der individuellen und der kollektiven Resilienz im Krankenhausbereich? Inwieweit kann die schlichte Erkenntnis, dass die Existenz der Struktur auf dem Spiel steht, einen grundlegenden Faktor der organisatorischen Resilienz darstellen?

Impakt(e) der Forschungsarbeit

Es wurden zwei Modelle zur Mobilisierung der Teams im Krankenhaus aufgedeckt:

  • im privaten Sektor stellt die Gefahr, dass eine Einrichtung verschwinden könnte, einen wahrhaftigen Hebel zur Mobilisierung der Resilienz der Teams dar. Die kollektive Resilienz ist im Management eines privaten Krankenhauses insbesondere durch die direkte vertragliche Verbindung zwischen der Direktion und ihren Angestellten allgegenwärtig. Diese Resilienz basiert auf dem Sinn, der den angestrebten Maßnahmen gegeben wird, und auf einer ausgeprägteren Autoritätsform.
  • im öffentlichen Sektor basiert die Mobilisierung der Teams während der Umsetzung von Veränderungen eher auf der internen Kommunikation und der Information der Teams bezüglich dessen, was auf dem Spiels steht und welche Gefahren zu vermeiden sind. Diese Maßnahmen beruhen auf einer kollektiveren Vertragsbindung um die finanzielle Begleitung der Projekte herum, die von den medizinischen Teams getragen werden. Die Mobilisierung einer kollektiven Resilienz ist mit einem Gefühl der Ewigkeit konfrontiert, das die Mitarbeiter durch ihren Status als Angestellte im öffentlichen Dienst haben. Die Beteiligung der Krankenhausteams an der gemeinsamen Konstruktion von Entwicklungs- und Veränderungsprojekten stellt eine unabdingbare Vorraussetzung für ihren Erfolg dar.

Die Rolle der Direktion besteht darin, ständig an der Konstruktion einer präventiven individuellen Resilienz zu arbeiten, einer Art von theoretischer Brücke zwischen der individuellen Resilienz (Reaktionsfähigkeit) und der kollektiven Resilienz (Antizipationsfähigkeit der Struktur), und die Teams im ständigen organisatorischen Wandel unter Spannung zu halten. Sie konzentriert sich somit auf:

  • die Analyse der Umweltherausforderungen und das frühzeitige Erkennen von Gefahren,
  • die Definition der notwendigen Strategie für (1) das Überleben der Einrichtung und (2) ihre Entwicklung,
  • den Sinn, der den in die Wege geleiteten Projekten gegeben und den Teams kommuniziert wird,
  • die Unterstützung der Innovationen in Technologie und Management, indem dem mittleren Management mehr Raum gelassen und Eigeninitiative sowie partizipatives Management gefördert werden,
  • die Knüpfung von starken Partnerschaften mit Einrichtungen, deren Aktion komplementär ist und strategische Positionen auf dem Markt festigen.

Forschungsgrundlagen

Diese Forschungsarbeit tritt in die Fußstapfen der Arbeiten von Weick über die Resilienzmechanismen im Management. Denn obwohl es eine reichhaltige Literatur über das Veränderungsmanagement gibt, haben nur wenige Arbeiten eine Verbindung zwischen Resilienz und Management hergestellt. Meine Überlegungen haben somit darin bestanden, basierend auf der Theorie der kollektiven Resilienz und der Auswirkungen des Lernens auf sehr zuverlässige Einrichtungen (Altintas und Royer, 2009), die Mechanismen der Krisenantizipation zu bewerten.

Methodologie

Der in dieser Studie verwendete methodologische Rahmen verschreibt sich dem Konzept der Concept-Map, auf Deutsch Begriffslandschaft. Dieser von Trochim (1989) eingeführte methodologische Ansatz stützt sich auf einen kombinierten Bottom-up-Ansatz, der eine statistische Quantifizierung qualitativer Daten ermöglicht. Durch die Mobilisierung der Erfahrungen von in der Praxis verankerten Krankenhausmanagern sowie von Krankenhausdirektoren, ermöglichte mir die Concept-Map, Prioritäten und Lösungsansätze zu bewerten ebenso wie Empfehlungen zu formulieren.

Zur Vertiefung…

Die Meinung der Professoren


Professor Lemay schreibt gleich zu Beginn, dass es sich um eine sehr gute Doktorarbeit mit Ergebnissen handelt, die für Krankenhausverwaltungen aller Länder interessant sind (Prof. Lemay, Berichterstatter).


Professor Sébastien Liarte ist mit der Einschätzung, dass es sich um eine hochqualitative Arbeit handelt, einverstanden, und hebt die sehr große Kohärenz der Fragestellung, der Methode und der Ergebnisse hervor, was zu sehr flüssigen Argumenten und Ausführungen führt (Prof. Liarte, Berichterstatter).

2022-01-06T15:44:01+00:000 Comments

CONSTANTIN DABIRE. Die öffentlich-private Partnerschaft, ein Instrument zur Finanzierung von effizienten öffentlichen Infrastrukturen: Mythos oder Wirklichkeit? Das Fallbeispiel der Mitgliedsstaaten der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion

Einleitung

Führt die öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP), also ein Vertrag, mit dem eine öffentliche Einrichtung einem privaten Anbieter die Finanzierung und den Betrieb einer für die öffentliche Dienstleistung bestimmten Investition überträgt, zur Zufriedenheit aller Partner, d.h. des privaten und des öffentlichen Anbieters sowie des Publikums und der Nutzer? Gibt es eine ÖPP-eigene Finanzstruktur bzw. Eigentümerstruktur? Diese Frage betrifft die afrikanischen Länder, die nach Finanzierungsmöglichkeiten für ihre Investitionsprojekte suchen, aber sie stellt sich auch für entwickelte Länder, die vor dem Hintergrund ihrer ständig steigenden Staatsverschuldungen auf dieses Verfahren eventuell zurückzugreifen wünschen.

 

Impakt(e) der Forschungsarbeit

Die ÖPP als Alternative zur Finanzierung durch die öffentliche Hand ist eine Garantie dafür, dass der private Partner sein technisches Know-how in die Verwirklichung der Infrastrukturen mit einbringt. Sie ist unter anderem auch mit einer guten Effizienz der verwirklichten Projekte im Hinblick auf ihre Ausführungsrate verknüpft (76% der Projekte werden abgeschlossen). Allerdings garantiert sie nicht die Einhaltung der Lieferzeiten und der vorgesehenen Kosten: die jährliche mittlere Gesamtverzögerung beläuft sich auf etwas mehr als ein Jahr und die mittleren Mehrkosten pro Projekt betragen etwa 16 000 000 Euro (bei mehr als 80% der Projekte).

Diese Forschungsarbeit fordert die Verantwortlichen von durch eine ÖPP finanzierten Projekten dazu auf, Mittel und Wege einzuführen, mit denen die Verzögerungen in Schach gehalten, die Budgets eingehalten und die Risiken auf die beteiligten Partner verteilt werden. Sie zeigt unter anderem, dass der Erfolg dieser Vorhaben auf der Vorbereitung im Vorfeld der Projekte beruht, insbesondere auf:

– der Qualität der Vorabstudien,

– dem Verfahren, mit dem der private Partner ausgewählt wird,

– auf den Vertragsklauseln, die die privaten und öffentlichen Partner aneinander binden.

Es gibt jedoch keinerlei Zusammenhang zwischen der Finanz- sowie der Eigentümerstruktur der ÖPP und der Effizienz dieser vertraglich geregelten Arbeitsteilung. Das heißt, im westafrikanischen Kontext scheint der Erfolg einer ÖPP weder vom prozentualen Anteil des Eigenkapitals noch vom finanziellen Gewicht des privaten Partners bei der Finanzierung abzuhängen.

Forschungsgrundlagen

Wir haben die Kompromisstheorie der Arbeiten von Autoren, die zeigen, dass es eine optimale Schuldenquote gibt, die den Wert des Unternehmens maximiert, herangezogen (DeAngelo et Masulis, 1980 ; Myers, 1984 ; Fischer et al., 1989). Diese Theorie beruht auf dem Schlichtungsbegriff unter Berücksichtung unterschiedlicher Kosten wie den Konkurs- und den Agenturkosten  (Jensen et Meckling, 1976 ; Jensen, 1986).

 

Methodologie

Auf der hypothetisch-deduktiven Methode mit Test der Hypothesen beruhend, erfolgte unsere Studie, die sich als positivistischen Ansatz versteht, auf der Grundlage primärer und sekundärer Daten. Die Primärdaten stammen aus einer Online-Umfrage zur Nutzer- und Empfängerzufriedenheit von 29 ÖPP-Projekten in unterschiedlichen Branchen, die sieben Länder der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion betreffen. Die Sekundärdaten wurden im Wesentlichen ÖPP-Projekten entnommen, die von der Bank „Banque Ouest Africaine de Développement“ getragen wurden. Die Hypothesen wurden mithilfe von statistischen Datenverarbeitungsmethoden gestestet.

 

Zur Vertiefung…

 « Le partenariat public-privé comme alternative au financement des infrastructures publiques performante : mythe ou réalité- Cas des pays membres de l’Union Economique et Monétaire Ouest Africaine (UEMOA) », Verlag EMS, 2019.

Videos auf You Tube:

https://youtu.be/VBlEj59xA4M

https://youtu.be/WbWWTbS6agg

https://youtu.be/PQ_TPD-fPow

https://youtu.be/Xe0Evu96MFE

https://youtu.be/6sVSpEelMcU

https://youtu.be/eoUB7Fr3lYI

 

L’avis des professeurs


Prof. Husson unterstreicht die Tragweite dieser Forschungsarbeit auf wirtschaftlicher Ebene: die Doktorarbeit stellt direkt die Frage nach der Akzeptanz im weitesten Sinne der Entwicklung eines Gebiets einschließlich seiner Einwohner (Prof. Husson, Berichterstatter).


Prof. Gajewski hebt die Stärken der Arbeit hervor, indem er die Qualität ihrer Gestaltung unterstreicht […]. Er betont insbesondere die Tatsache, dass die Problemstellung sehr stichhaltig und aktuell ist, und erinnert dabei an die Notwendigkeit, aufgrund der Staatsverschuldungen derartige Partner in Europa zu finden (Prof. Gajewski, Berichterstatter).

2022-01-06T15:47:53+00:000 Comments

THIERRY LAMARQUE. Was sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren der Aufkäufer bei den Verhandlungen einer Betriebsübernahme

Der Kauf eines Unternehmens besteht aus mehreren Phasen, die man kennen sollte, um die Verhandlungen zu einem guten Ende zu führen. Ver- und Aufkäufer haben unterschiedliche Strategien, bei denen auch Gefühle ihren Platz haben, ohne die wichtige Rolle zu vergessen, die der Berater des Aufkäufers  diesem Vorgang spielt.

Impact(s) der Forschungsarbeit

Unsere Empfehlungen sind für Manager der obersten Ebenen bestimmt, die das Angestelltendasein gegen das eines Unternehmers tauschen und dafür ihr Projekt, ein kleines oder mittelständiges Unternehmen aufzukaufen, zum Erfolg bringen möchten. Dafür öffnen unsere Arbeiten die „black box“ der Verhandlungen zwischen Ver- und Aufkäufer und ermöglichen diesen:

  • die fünf Phasen zu identifizieren, die diesen besonderen Verhandlungsprozess gliedern,
  • drei Unterprozesse ins Licht zu rücken, die bei den Gesprächen der Protagonisten am Werke sind,
  • die Gefühle und Strategien aufzuzeigen, die die Handlungen der Auf- und der Verkäufer bestimmen,
  • auf ökosystemische Weise die Implementierung der Verhandlungen am runden Tisch des Verkaufs-Aufkaufsprojekts zu beobachten,
  • die 10 Haupterfolgsfaktoren dieser komplexen Verhandlungen richtig einzuschätzen.

Unsere Forschungen haben unter Anderem die Rolle der vom Aufkäufer beauftragten Sachverständigen hervorgehoben und definieren auf neue Weise die wichtige Rolle des Beraters des Aufkäufers bei Projekten, die den Kauf von kleinen und mittelständischen Unternehmen zum Ziel haben. 

 

Forschungsgrundlagen

Unser Forschungsthema gehört zum Fachgebiet des Unternehmertums, in den Kontext der Unternehmensübernahme.

Genauer gesagt betreffen unsere Arbeiten die Verhandlungen bei externen Unternehmenstransfers von nicht börsennotierten klein- und mittelständischen Unternehmen mit üblicherweise einem Umsatz zwischen 1 und 10 M€. Diese Operationen stellen den Aufkäufern echte Menschen gegenüber, ehemalige Führungskräfte oberer Firmenebenen und Eigentümer in Führungspositionen, die ihre Firma häufig selbst gegründet haben.

Diese Doktorarbeit bezieht sich auf die Spieltheorie von Von Neumann und Morgenstern (1944), die durch eine wissenschaftliche Analyse der Interaktionen der Akteure ein Grundlagenmodell auf dem Gebiet der Verhandlungen darstellt. Die verwendete Literatur bezieht sich auf die Verhandlung als Strategie der Akteure, ihr Prozess und die Gefühle, mit denen die Akteure konfrontiert sind.

Methodologie

Unser methodologischer Ansatz ist qualitativ. Er beruht auf Leitfadeninterviews, die mit zehn individuellen Aufkäufern durchgeführt wurden, die seit weniger als zwei Jahren in die Verhandlungen von externen Unternehmenstransfers verwickelt sind. Wir haben eine Triangulation der Standpunkte der Verhandlungspartner vorgenommen, indem wir die Mitglieder der Aufkäuferkoalition getroffen haben: Buchhalter, Rechtsanwalt, Berater des Aufkäufers. Schließlich haben wir die Notizen bezüglich der teilnehmenden Beobachtung von 35 Firmenübernahmeverhandlungen in einem Verhandlungstagebuch festgehalten.

Alle diese Materialien wurden mit der statistischen Analysesoftware SPHINXTM iQ 2 kodiert und einer inhaltlichen und lexikalen Analyse unterworfen.

Zur Vertiefung

„Die Rolle des Beraters des Aufkäufers bei den Verhandlungen eines externen Unternehmenstransfers“, auf Frz., mit Bérangère Deschamps geschriebener Artikel in der Zeitschrift Revue Française de Gestion (Januar 2020).

„Die Gefühle des Aufkäufers bei den Verhandlungen eines externen Unternehmenstransfers“, auf Frz., mit Bérangère Deschamps geschriebener Artikel in der Zeitschrift Finance Contrôle Stratégie (September 2020).

„Die Strategie des Aufkäufers bei den Verhandlungen eines externen Unternehmenstransfers“, auf Frz., mit Bérangère Deschamps geschriebener Artikel in der Zeitschrift Management International (Januar 2021).

Eine Firma übernehmen, auf Frz., mit Martine Story geschriebenes Buch, Editions Maxima, 2018.

Betriebsübernahme – Alles für Ihren Verhandlungserfolg, auf Frz., mit Martine Story geschriebenes Buch, Editions Maxima, 2013.

Deschamps, B. & Lamarque, T. (2021). La stratégie du repreneur lors d’une négociation d’une reprise externe d’entreprise. Management international-Mi, 25(spécial), 228-240.

https://www.altheo.com/wp-content/uploads/2021/12/mi-vol25nospecial-r-7-deschamps-lamarque.pdf

Die Meinung der Professoren


Prof. Helfer gibt an, er sei von der Doktorarbeit angetan und sehr damit zufrieden, zahlreiche Elemente wiederzufinden, die in echten Betriebsübernahmen vorkommen. Das Modell liefert Ergebnisse für das Management, die in der Managementpraxis sehr häufig von Nutzen sein werden. Zahlreiche Analysen der Doktorarbeit können zu fruchtbaren Verallgemeinerungen führen. (Prof. Helfer, Vorsitzender der Promotionskommission)


Es handelt sich wahrscheinlich um eine beispielhafte DBA-Doktorarbeit: Die perfekte Illustrierung einer Kapitalisierung der Berufserfahrung eines Fachmanns aus der objektiven akademischen Distanz heraus. (Prof. Boissin, Berichterstatter)

2022-01-06T15:54:25+00:000 Comments

SEBASTIAN BOURBON. Überwindung der Überfremdung durch Asymmetrie des Wissens und der kognitiven Rente

Der neue Immobilienmarkt

Kann der Immobilienmakler verschwinden? Wie kann die Immobilienvermittlung im digitalen Zeitalter neu überdacht werden? Welche organisatorische Gestaltung und welches Management sollten in Betracht gezogen werden, um dieser Herausforderung zu begegnen? So viele strategische Fragen, auf die der Immobilienmakler Antworten finden muss.

Auswirkung(en) der Forschung: Hauptergebnisse

Neben der Modellierung des heutigen Funktionierens des neuen Wohnungsmarktes schlage ich vor, die Positionierung des Immobilienmaklers nicht als Folge einer Informationsasymmetrie zwischen Wohnungsangebot und -nachfrage zu verstehen, sondern als eine Asymmetrie des Wissens. Der Immobilienmakler bezieht seine Legitimität vor allem aus dem Besitz von stillschweigendem Wissen, das mit Hilfe digitaler Werkzeuge nicht zugänglich ist. 

Ich habe auch ein Instrument zur Bewertung der Wissensasymmetrie entwickelt, das es ermöglicht, die Wissensasymmetrie zu identifizieren und zu messen, den Agenten entsprechend der identifizierten Asymmetrie in einer Konfigurationstabelle zu positionieren und dabei gleichzeitig Maßnahmen des Wissensmanagements der Agentur einzubeziehen. Ich werbe derzeit für das Instrument und das Konzept der kognitiven Miete – insbesondere durch die Weitergabe meiner jüngsten Veröffentlichungen – an große Strukturen in meinem Sektor, um es in größerem Maßstab umzusetzen. Einige Akteure haben bereits großes Interesse an diesem Ansatz gezeigt. 

Schließlich überprüft mein DBA die Agenturtheorie von Jensen und Meckling im Hinblick auf die aktuelle Realität der Arbeit des Immobilienmaklers. In einer kürzlich erschienenen Publikation erkennt Mickael Jensen selbst die Notwendigkeit an, seine Theorie zu aktualisieren. Die durch die Digitaltechnik erhöhte Informationstransparenz ermögliche es nicht mehr, die Informationsmiete aufrechtzuerhalten. Einer meiner Vorschläge besteht darin, die Informationsrente durch das Konzept der kognitiven Miete zu ersetzen, definiert als „ein immaterielles Kapital, das sich durch die Akkumulation, Transformation und Schaffung von implizitem und explizitem Wissen konstituiert, das einen Wettbewerbsvorteil auf einem bestimmten Markt und/oder eine günstige Position in einer Beziehung zu einem Partner verschafft„.

Grundlagen der Forschung

Die Reflexion meiner Arbeit ist um den Begriff der Informationsasymmetrie auf einem Markt mit Hilfe eines Vermittlers, d.h. des Immobilienmaklers, strukturiert. 

Meine Vorrecherchen führten mich zur Wahl der Agenturtheorie von Jensen undMeckling(1976). Sie bietet eine interessante Lesart der Legitimität des Vermittlers in einem Markt mit einer starken Informationsasymmetrie. Diese Theorie ermöglicht es zu verstehen, dass der Agent in einer Situation notwendig wird, in der ein Informationsungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage besteht. Eine der beiden Parteien, der so genannte „Auftraggeber“, schließt dann einen moralischen und/oder rechtlichen Vertrag mit dem Agenten ab. Sie betraut dann den Agenten mit der Entscheidung, auf dem Markt zu handeln, da sie selbst nicht über ausreichende Informationen verfügt, um dies zu tun.

Methodik

Der methodische Rahmen basiert auf Forschungs-Interventionen, wobei das Ziel darin besteht, Wissen mit dem untersuchten Gebiet zu ko-produzieren und ein Instrument zur Identifizierung und Nutzung von Wissensasymmetrien aufzubauen. Es wurden 42 Interviews mit Akteuren des neuen Immobilienmarktes durchgeführt und anschließend mit der Software Sphinx™ analysiert.

Anschließend fand in meinem Unternehmen, der IFIC Groupe Immobilier, eine erste Phase der Implementierung des Instruments statt, um es nach Rückmeldungen aus der Praxis zu verbessern und seine Auswirkungen auf das Management zu bewerten. 

Um weiter zu gehen…

Die Meinung der Professoren


Indem er das Konzept der kognitiven Rente formuliert hat und das Risiko eingegangen ist, daraus ein Werkzeug für seine Mitarbeiter und seine Einrichtung abzuleiten, hat Herr Bourbon gezeigt, dass sich der Promotionsprozess einer DBA-Doktorarbeit trauen kann, die Managementpraxis zu erneuern, was in allererster Linie die Ambition eines wissenschaftlichen Beitrags auf höchstem Niveau ist. (Prof. Denis, Betreuer der Doktorarbeit)


Prof. Pallud hat diese Doktorarbeit, die ein aktuelles Thema behandelt, nämlich die Notwendigkeit, sich in einem Kontext starker Digitalisierung und Uberisierung des Immobiliensektors an die Entwicklungen und die Bedürfnisse des Marktes anzupassen, gern gelesen. Die Arbeit zitiert den Fall von Liberkeys, einer Online-Immobilienagentur, der es gelungen ist, sich innerhalb von zwei Jahren ein Kapital von 5 Millionen Euro zu beschaffen, was sehr gut das Auftauchen neuer Akteure auf dem Immobilienmarkt ebenso wie die Notwendigkeit für die Immobilienmakler veranschaulicht, sich abzuheben und zu verwandeln. (Prof. Pallud, Mitglied der Promotionskommission)

2022-01-06T15:51:13+00:000 Comments
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